James Barrett - Art
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Für mich ist Kunst der Prozess und nicht das fertige Produkt. Und idealerweise besteht der Prozess des Bildhauens aus dem Moment, in dem man seine Hände vollständig von kreativer Kraft führen lässt, frei von allen Einflüssen von Vorsätzen, die den Moment verarmen durch die an ihnen klebenden Erinnerungen oder durch Zukunftsphantasien. Damit ist nicht behauptet, dass ich in jeden Moment des Bildhauens in diesem gegenwärtigen Moment bin. Überhaupt nicht. Denn wenn erst einmal losgelassen, gehen die kreativen Energien durch ein Prisma von erfahrenen Sehnsüchten und Probeläufen, zuweilen hochkochend in emotionalen Wirbeln, welche mir erneut eine Vision des Geistes und nicht des Auges verschaffen.

Indem ich hinter mir lasse, was mein Geist will, erneuern Auge und Hand ihren mysteriösen Bund, etwas erzeugend was ich noch nie zuvor gesehen habe. Wenn ich dieses Ereignis bestaune, habe ich Vertrauen, immer wieder loszulassen: die Zeit löst sich in Form und Stoff auf.

An einem gewissen Punkt sind dann die kreativen Stärken aufgebraucht. Die ungeduldige Einkehr ist erfasst, die Gefühle nehmen Gestalt an. Die Offensichtlichkeit dieser Vereinigung ist die Skulptur selbst. Und genauso wie der Mond, das Licht der Sonne in den Raum reflektiert, reflektiert die Skulptur die kreative Kraft in die Zeit, das Auge erweckend mit einem sehr ursprünglichen, explodierenden „Aha“-Effekt.